StadtRAD Hamburg-Mitarbeiterin: Anna Ritter

Über 2.600 Räder sind auf Hamburgs Straßen unterwegs. Aber wie kommen die Räder eigentlich dorthin, wer hält sie in Schuss, wer kümmert sich um eure Wünsche und wer hat ein offenes Ohr an der Hotline?

In unserer neuen Serie „Wer bin ich?“ stellen wir euch daher in den kommenden Wochen und Monaten ein paar Gesichter der vielen StadtRAD Hamburg-Mitarbeiter vor. Nach Ralph Schmitz aus der Werkstatt in Hamburg und Danila Koard aus dem Hauptsitz in Frankfurt am Main ist nun Anna Ritter aus der IT in Berlin die Nächste.

Anna, stell dich doch kurz vor!

Ich bin Anna, innovative Ideen-Entwicklerin, anpackende Teamplayerin, feministische Mutter, diplomatische Problemlöserin, kommunikative Kaffee- und bald auch wieder Weintrinkerin, reisende Schlagzeugerin und yogatreibende Pianistin.

Eigentlich  komme ich aus dem schönen Hamburg. Leider, sorry, ich muss das sagen, wohne ich inzwischen in Berlin. Ich liebe die Hansestadt einfach, und auch ein Großteil meiner Freunde und Familie leben dort, was mich immer wieder mit dem Gedanken an eine Rückkehr spielen lässt. You never know!

Im Ursprung bin ich Produktdesignerin und eher zufällig zu StadtRAD gekommen und hängen geblieben, weil ich einfach das Produkt toll finde.

Seit wann genau bist du bei StadtRAD Hamburg/Call a Bike und was machst du dort?

Ich bin schon seit zehn Jahren für StadtRAD Hamburg und die anderen Fahrradvermietsysteme der DB Connect im Dienst. Wahnsinn! Demensprechend viele Stationen habe ich auch schon hinter mir:

Angefangen habe ich mit dem Aufbau der StadtRAD Hamburg Standorte in der zweiten Ausbaustufe im Jahr 2010. Damals war ich Projektleiterin für den Ausbau in der Hansestadt und die anderen Standorte von Call a Bike mit stationären Systemen. Später bin ich dann in das Produktmanagement gewechselt und war für die Weiterentwicklung des Produktes Fahrradvermietung verantwortlich.

Nach der Geburt meines ersten Kindes habe ich einen kurzen Ausflug in das Strategische Projekt- und Portfoliomanagament unternommen, bin dann aber wieder zurück zum Produkt und arbeite aktuell als Product Owner für das Bikesharing in der IT. Dort bin ich für ein eigenes Entwickler-Team zuständig und wie man vielleicht auf den Bilder erkennen kann, lege ich noch mal einen kurzen Boxenstopp ein und bringe einen weiteren Radfahrer auf die Welt (lacht).

Was genau gefällt dir bei der Arbeit besonders?

Am Produkt gefällt mir die Idee: Teilen statt besitzen! Generell finde ich, dass wir eine Verantwortung für die Zukunft haben und alles tun sollten, um eine bessere Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu schaffen und dazu trägt Bikesharing enorm bei.

Beim Arbeiten motiviert mich vor allem Weiterentwicklung, Selbstbestimmung, Aufrichtigkeit, Sinnstiftung und Teamgeist. In unserem Team haben wir viel Spaß und unterstützen uns gegenseitig. Das ist toll und nicht selbstverständlich.

Hand aufs Herz: Wie oft fährst du privat mit dem Rad?

Unsere ganze Familie fährt viel mit dem Rad und inzwischen kann unser Sohn es auch schon allein. Leider finde ich Radfahren in Berlin inzwischen sehr stressig, weil alle so aggressiv unterwegs sind. Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen Rad anstatt Auto fahren und so auch mal den Blickwinkel ändern. Vielleicht würde das helfen.

Wenn du nicht im Büro in Berlin bist, wie verbringst du deine Freizeit?

Ich reise sehr gern und treffe ebenso gern andere Menschen, um mich auszutauschen. Ganz ehrlich graust es mir auch schon ein bisschen, dass ich mich in den nächsten Monaten wohl eher wieder auf „ugaga-Niveau“ unterhalten muss. Und die Corona-Krise macht das alles natürlich nicht besser, eher das Gegenteil.

Deshalb arbeite ich auch gerade daran, dass ich noch ein paar andere kleine Projekte während der Elternzeit zum Ausgleich habe. So steht aktuell u.a. ein Film-Projekt zum Thema „gender bias at workplace“ in der Pipeline. Mal sehen wie weit ich damit in den nächsten Monaten dann wirklich komme…