RAD RACE: Radrennen mal anders

„Mach den Kopp aus, halt einfach mal die Klappe, schwing dich auf’s Rad und gib Gas“ – das Motto des RAD RACE-Teams ist gleichzeitig Lieblingsbeschäftigung und Lebensphilosophie von Geschäftsführer Ingo Engelhardt. Der gebürtige Münsteraner hatte 2013 eine fixe Idee:

„Ich wollte Radrennen machen, die sich mehr nach Skateboard-Contest anfühlen als nach der Tour de France.“

Foto: rad-race.com, Stefan Haehnel

Kurzerhand rief er damals seine elf besten Freunde an – alles ambitionierte Biker wie er. Die große Frage: Ob sie bereit wären, ihre Ersparnisse in die Organisation einer ganz neuen, anderen Radrenn-Serie zu stecken? „Gott sei Dank haben alle ,ja’ gesagt“ erinnert sich Ingo – RAD RACE war geboren.

2014 in Hamburg gegründet sitzt das Headquarter zwar in Münster – der Stadt, in der es mehr Fahrräder gibt als Einwohner, in Hamburg aber befindet sich eine RAD RACE Dependence. Die Jungs und Mädels haben europaweit diverse Rennen organisiert, einige davon in Hamburg, wie das RAD RACE Street Hunt am Brandshofer Deich im Gründungsjahr oder das RAD RACE Battle auf der Mönckeberstraße im Rahmen der Cyclassics.

Und was unterscheidet die RAD RACEs-Rennen von Tour de France & Co.?

„Bei uns gibt’s coolere Musik, spannendere Locations und eine andere Art der Motivation für die Fahrer. Wir bestrafen niemanden. Wir denken uns keine bescheuerten Regeln aus. Bei uns ist jeder Teilnehmer wichtig – und nicht nur, wenn er im Verein organisiert ist“, so Ingo Engelhardt.

Am 9. März startet der Season-Opener in diesem Jahr, das RAD RACE LAST MAN STANDING auf einer Kartbahn in Berlin Hohenschönhausen. Das Prinzip ist einfach: Gefahren wird Fixed Gear und in kleinen Gruppen mit bis zu acht Fahrern. Nach jeder Runde scheidet der Letzte aus – solange bis nur eine Fahrerin oder ein Fahrer übrig bleibt.

Foto: rad-race.com

Zurück nach Hamburg: „Die Stadt ist für Radfahrer super“, sagt Ingo, der seit neun Jahren an der Elbe zuhause ist. „Knapp die Hälfte unseres Teams lebt inzwischen hier.“ Ingo verbringt viel Zeit im Sattel – gerne in Gesellschaft:

„Ich fahre eigentlich nur zur Arbeit alleine. Ansonsten habe ich immer meine Freunde dabei. Beim Training, in Rennen und im Urlaub. Ich liebe es, mich mit meiner Crew auf dem Bike bei Wind und Wetter, Sonne, Schnee zu quälen. Ich liebe es, dass ich in Hamburg kein Auto brauche und überall und alles mit dem Rad machen kann.“

Wer sich dem Hamburger RAD PACK oder dem GIRL Pack anschließen möchte, hat bei diversen Group Rides und Trainings-Einheiten die Chance dazu. Hier gibt’s die aktuellen Termine.

Eine Sache noch zum Schluss: „Unsere Botschaft ist klar und aktueller denn je: STOP RACISM – START RACEISM“, sagt Ingo Engelhardt. „Radsport bietet Raum für alle Nationen, Geschlechter, Religionen, Farben, Fahrradszenen. Darum kommunizieren wird das Thema Integration und sammeln Spenden, um damit lokale Projekte zu fördern.“

Klare Ansage, gute Botschaft. Wird also Zeit, der RAD RACE-Crew mal einen Besuch abzustatten. Möglichkeiten gibt’s ja genug.

Mehr Informationen zu RAD RACE gibt es unter:
www.rad-race.com.