Mit Marc Pascher durch die Schanze

Marc Pascher ist als Kind alle vier Jahre umgezogen, quer durch die Republik. Nach dem Abitur in Paderborn ging es für ihn nach Hamburg und genau hier ist er dann auch hängen geblieben. Mit kleinen Unterbrechungen in Los Angeles und Kapstadt nennt er die Hansestadt seit nun 25 Jahren seine Heimat. 15 Jahre davon lebt er auf St. Pauli – aktuell gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter. Er ist Filmemacher, Regisseur und sein eigener Chef bei der Filmproduktion Kleinood.

Warum genau dieses Viertel?

Ich liebe das Multi-Kulti auf St. Pauli und in der Schanze. Es ist einfach eine nette Gemeinschaft aus tollen Menschen. Es gibt schöne Cafés, in denen man hervorragend und stundenlang Menschen beobachten kann, und kleine Läden. Außerdem bin ich super schnell an der Elbe, alles ist noch nicht so super geleckt, und es gibt noch Platz für Inspirationen.

Wir von StadtRAD Hamburg haben Marc gebeten, uns seine persönlichen Lieblingsecken im Schanzenviertel zu zeigen.

Wann und wie oft nutzt du StadtRAD Hamburg?

StadtRad ist für mich eine gute Kombination in Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Manchmal passt es auch, dass ich irgendwo hin laufe und dann mit dem StadtRad zurück nach Hause fahre.

Wir treffen uns mit Marc am Kletterbunker im Park gleich hinter der Roten Flora, zwischen Schulterblatt und Lippmannstraße. Der so genannte Kilimanschanzo ist Hamburgs einziger und höchster Kletterberg und gerade im Sommer immer gut besucht.

„Ich wohne in der Straße hinter dem Flora-Park. Wenn ich in die Schanze will, komme ich hier immer vorbei. Eine tolle Location. An der Kletterwand habe ich mich auch schon mal versucht. Meine Tochter hat es aber besser drauf als ich. Da muss ich mich meist geschlagen geben.“

Wir fahren mit dem StadtRAD zur Alten Rinderschlachthalle gegenüber der U-Bahn-Station Feldstraße und der neuen Rindermarkthalle.

„Ich komme gerne hier her. Häufig am Samstag, wenn auch Flohmarkt ist. Aber so wie jetzt, schön leer und ruhig, hat dieser Ort seinen ganz eigenen Charme. So mag ich es fast am liebsten. Ihr könnt mich auch häufig in der Rindermarkthalle finden, zum Beispiel bei Brot und Stulle.“

Wir fahren über die bunte, kreative und vor allem alternative Marktstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften.

„Die Marktstraße gefällt mir deshalb so gut, weil hier alles immer noch so schön alternativ ist. Nicht so schicki-micki wie in vielen anderen Hamburger Stadtteilen. In den kleinen Geschäften gibt es viel Selbstgemachtes, und es gibt keine großen Ketten. Hoffentlich kann sich das hier alles noch lange halten.“

Fast am Ende der Marktstraße kurz vor den Messehallen befindet sich unser letzter Stopp: Gretchens Villa.

„Dieses Café hier in der Marktstraße mag ich ganz besonders. Ich komme oft her, gerne mit einem guten Film- oder Fotobuch, trinke Gretchens leckeren Kaffee oder gönne mir ein Stück Kuchen. Wenn es das Wetter zulässt, sitze ich am liebsten draußen und schaue mir die Menschen an, die hier so vorbeilaufen. So wie heute … Ihr könnt mich jetzt also gerne alleine lassen, ich bin gut aufgehoben.“