Mit Alex und Lucas durch Ottensen

Alexandra Lammers-Dib stammt ursprünglich aus der Hafenstadt Husum in Nordfriesland. Seit mittlerweile 25 Jahren nennt die 51-Jährige nun aber Hamburg ihr Zuhause. Für sie war immer klar: Ich muss in Hafennähe wohnen. Während ihres Studiums der Afrikanistik verbrachte sie die ersten sechs Jahre auf der Veddel, danach ging es weg vom Kohleofen, hin zu mehr urbanem Leben ins schöne Ottensen. Hier lebt sie seit 19 Jahren, die letzten 15 Jahre gemeinsam mit ihrem Sohn Lucas. Der Gymnasiast ist in dem Viertel aufgewachsen: Kita, Schule, Fußballverein – alles in Ottensen. Mindestens jeden zweiten Samstag müssen Mutter und Sohn das Viertel dann aber doch mal verlassen: Dann geht’s für die zwei eingefleischten FC St. Pauli Fans nämlich ins Millerntorstadion.

Warum genau dieses Viertel?

Alex: „Die Elbnähe ist purer Luxus und einfach genial. Ottensen ist für mich eine Kombination aus Großstadt und Dorf. Man trifft an jeder Ecke Bekannte und Nachbarn und hält gerne mal einen Klönschnack. Oder man schnappt sich ein StadtRAD und überholt Schauspielerin Hannelore Hoger auf ihrem Minirad. Ich wohne schon seit 19 Jahren in Ottensen, in der gleichen Wohnung. Die Stammkneipe, das ‚Roth’ direkt ums Eck. Ich bin eine treue Seele und muss hier hoffentlich nie wieder weg.“

Lucas: „Ich hatte ja keine Wahl. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Aber es hätte mich schlimmer treffen können (lacht). Dadurch, dass ich hier in den Kindergarten, in die Grundschule und jetzt aufs Gymnasium gehe, spielt sich quasi mein ganzes Leben hier ab. Ich mag es, dass ich schnell am Wasser bin und als großer FC St. Pauli-Fan ist die Nähe zum Stadion natürlich perfekt.“

Wir haben Alex und ihren Sohn Lucas in Ottensen besucht, sind über den Platz der Republik vorm Altonaer Museum hin zum Altonaer Balkon und weiter die Elbe entlang geradelt, bis wir schließlich den Tag mit einem spektakulärem Sonnenuntergang an der Strandperle haben ausklingen lassen.

Wann und wie oft nutzt ihr StadtRAD Hamburg?

Alex: „Ich nutze StadtRAD immer dann, wenn mein eigenes Rad mal wieder einen Platten hat. Ich gehe häufig auf Konzerte im Knust oder auf dem Kiez, meist fahre ich dann mit dem Rad hin und mit der Bahn wieder zurück. Hin und wieder kommt es auch vor, dass ich die letzte Bahn verpasse und da ist das StadtRAD immer eine super Alternative. Und wenn Lucas und ich zu den Heimspielen des FC St. Pauli fahren, ist StadtRAD meist unsere erste Wahl.“

Unsere Tour durch mit dem Mutter-Sohn-Gespann beginnt im Herzen von Ottensen, auf dem Spritzenplatz.

Alex: „Es gibt Tage, da verlasse ich das Viertel überhaupt nicht. An vier Tagen die Woche findet auf dem Spritzenplatz ein kleiner Markt statt, und im Einkaufszentrum ‚Mercado’ finde ich auch alles, was ich brauche. Genügend Bars und Restaurants gibt es auch. Ottensen ist quasi eine kleine Stadt für sich selbst.“

 

Lucas: „Hier in dem kleinen Park bzw. der Grünanlage ‚Platz der Republik’ waren wir früher ganz oft. Wir wohnen nur ein paar Straßen weiter und laut Mama fand ich den Stuhlmannbrunnen immer ganz besonders toll.“

Alex: „Wir haben keinen eigenen Balkon in unserer Wohnung, aber dafür den Altonaer Balkon direkt nebenan. Den teilen wir uns – gerade im Sommer – zwar mit ziemlich vielen anderen Hamburgern, aber genau das mag ich sehr. Und der Blick auf den Hafen hat natürlich auch was.“

Lucas: „Ich liebe es an der Elbe zu sein. Von unserer Wohnung aus ist man in fünf Minuten mit dem Rad am Wasser. Auch wenn ich mittlerweile mehr mit Freunden unternehme, manchmal schafft es Mama mich dann doch zu einer gemeinsamem Tour mit dem Rad entlang der Elbe zu überreden. Oder es geht mit der Fähre rüber nach Finkenwerder.“

„Ich bin so oft es geht an der Elbe und am Elbstrand. Am liebsten, wenn es windig ist – das erinnert mich an die alte Heimat. Der Blick auf die andere Hafenseite mit den vielen Kränen ist beeindruckend und wenn man Glück hat, fährt ein riesiger Containerfrachter an einem vorbei. Unser Ziel nach so einer kleinen Ottensen-Runde ist häufig die Strandperle. Eine kleine Erfrischung, vielleicht ein Fischbrötchen und die schönsten Sonnenuntergänge in ganz Hamburg. Die muss man einfach selbst gesehen haben.“