Hamburger und ihr Rad: Andy Keller – Elbe-Enthusiast und Entdecker

Kein StadtRAD-Fahrer, aber trotzdem begeisterter Hansestadt-Radler – ja, sowas gibt’s auch! Im vierten Teil unserer Serie „Hamburger und ihr Rad“ stellen wir euch einen weiteren Vertreter dieser besonderen Spezies vor: Andy Keller kommt regelmäßig aus dem schweizerischen Bern an die Elbe – und holt dann sein eigenes Bike aus dem Keller.

„Für mich als Binnenland-Schweizer war das weltoffene Hamburg immer Freude und Inspiration zugleich“, erzählt der 65-Jährige, der die letzten elf Jahre Chefredakteur des Globetrotter-Magazins, des größten Schweizer Reisemagazins, war. Kein Wunder, dass es ihn regelmäßig in den hohen Norden zog – mal allein, mal mit seiner Frau und den Kindern.

 

 

Vor vier Jahren machte er dann Nägel mit Köpfen und kaufte eine kleine Wohnung in Ottensen. „Seitdem bin ich noch häufiger in der Hansestadt anzutreffen, als Teilzeit-Hamburger sozusagen“, meint Andy und lacht. Was bei seinen Besuchen nicht fehlen darf? Das Radfahren natürlich! Klar, für jemanden, der teils höllische Steigungen im eher hügeligen Bern gewohnt ist, bietet unsere Stadt einen echten Kick beim Pedaletreten – Weite und Wasser inklusive. „Das Fahrradfahren an der Elbe ist entspannter. Mir gefällt zum Beispiel, dass sich hier kein Mensch aufregt, wenn ich mal ein Stück auf dem Gehsteig fahre. Fußgänger und Radfahrer gehen wirklich gut miteinander um.“

Seit seiner Pensionierung im vergangenen Jahr schätzt der Schweizer den Familien-Zweitwohnsitz im Norden noch mehr. „Jetzt können meine Frau und ich noch öfter und auch kurzfristig an die Elbe kommen“, sagt er. Die Anreise? Erfolgt für alle am liebsten per Bahn statt mit dem Flugzeug. „Wir reisen gerne langsam“, verrät Andy. „Auch, wenn wir in der Stadt selbst unterwegs sind.“

So war schnell klar: StadtRAD ist zwar ein super Angebot für Besucher – aber wer so viel mit dem Bike unterwegs ist wie Andy, braucht ein eigenes. Er entschied sich für ein robustes Kalkhoff Rad – ideal für Touren durch die Stadt und auch mal auf Naturwegen in der Umgebung. Seine liebste Route: An der Elbe entlang bis zum Elbecamp nach Rissen. Zurück dann durch den Jenisch- und Volkspark.

„Hamburg ist eine wunderbar grüne Stadt, das spürt man auf dieser Strecke besonders“, sagt Andy. „Kaum hier oben im Norden angekommen, hole ich mein Bike aus dem Keller – und los geht’s. Ich liebe es einfach, durch die Stadt zu cruisen – hier in Hamburg gilt für mich, übrigens wie fast überall auf der Welt: Es gibt noch so viel zu entdecken.“